Geboren 1966 in Wuppertal dauerte es ewige Jahre, bis mich das Reisevirus befallen hat. Wahrscheinlich waren hier die Reisen meiner Familie mit dem Auto nach Andalusien schon ein Grundstein.

Nach frenetischen Jahren im Lager der VW-Käferfahrer brach dann aber der Motorradfahrer in mir durch.

Mein erstes Motorrad war eine Honda XL250S. Mit dem "Gerät" zog es mich öfter zum Nürburgring. Hier (nahe der hohen Acht) konnte man damals noch rund um die Strecke wild zelten, und so waren gerade die rennfreien Wochenenden für meine Freunde und mich immer wieder eine Gelegenheit, bei Lagerfeuer und Gegrilltem die Freiheit zu genießen.

Als es zu den ersten weiteren Touren ging, folgte sehr kurzentschlossen der Kauf einer gebrauchten Honda XL500S. Schon einen Tag nach dem Kauf der Maschine saß ich mit einigen Freunden in den Vogesen und feilte ein Kettenglied aus der ausgeleierten Kette, während das Grillfleisch auf dem Lagerfeuer in appetitlichen Zustand überging.

Das Aufrüsten meiner Freunde auf BMW-Motorräder ect. führte zum Kauf einer jungen Kawasaki KLR650.




Dieser Apparat machte schon reichlich Spaß und zeigte auch, dass das Motorrad im Gelände seinem Fahrer überlegen war. Annähernd täglich brachte mich die Maschine (während meiner Ausbildung zum Elektrikoinstallateur) zur Arbeit - ausbaufähig eben. Einige Kurzreisen mit meinen Endurofreunden folgten (Thüringer Wald, Westerwald, Dolomiten...)

1992 war es dann Zeit für die nächste Aufrüstung. Während mein Umfeld mittlerweile BMW F650, GS 1000, Afrika Twin ect. fuhr, zog mich der Zufall zu einer Yamaha XTZ 750 Super Ténéré.




Für den Kauf der Afrika Twin hatte ich einfach einen Moment zu lange gewartet, und als der Händer sagte "Ich habe da noch so was Ähnliches für Dich", war es Liebe auf den ersten Blick. Mittlerweile in die Werbeabteilung eines Remscheider Werkzeugherstellers gewechselt, zog es mich mit meiner Freundin auf die erste "richtige" Reise. Wir legten in 15 Tagen 18.000 km zurück und zogen durch Westeuropa: die Vogesen, Seealpen, die Mittelmeerküste, die Pyrenäen, die Atlantkküste, ab über den Kanal nach England und über Belgien zurück nach Hause.

In den folgenden Jahren wurde die XTZ 750 zur XTZ 850 und weiter liebevoll zum Ralley-Motorrad umgebaut. Das interessierte auch den Tourenfahrer soweit, dass ein schöner  Bericht zu meiner Masschine im März 2006 veröffentlichte wurde. Toll zu erleben, wie beim Shooting in den heiligen Hallen des Tourenfahrerfotostudios immer wieder Redakteure mit versonnenem Lächelm auf dem Sattel platz nahmen.




Mit dem vollendeteren Umbau beendete ich auch mein Engagement mit div. Vollcross-Maschinen, die mich über die letzten Jahre begleiteten: von Suzuki´s ER250 über YZ250 bis zur abgespeckten TT600 (59X). Nachdem ich mir wegen der schwachbrüstigen vorderen Trommelbremse eine Rippe im Gelänge gebrochen habe, hatte ich zur Strafe noch eine KTM LC-4 Gabel mitsamt der giftigen Scheibenbremse verbaut.




Zu groß ist der Spaß für mich, auch die Dicke im Gelände zu bewegen zu nervig das gekreische der Zweitakter. Neben diesem Sport gab/gibt es schließlich auch Thai Boo zur Vorbereitung auf div. Reisen sowie das Beach-Volleyball Spiel und das Fitness Studio, das ich regelmäßig besuche.

Beruflich baute ich den Service Center des Unternehmens mit auf.





Es folgten weitere Reisen und Motorradtreffen. Globetrottertreffen (wie Bernd Teschs Travel Treffen das ich 2013 zum 18. Mal besuchte) standen bald auf dem Programm. Mehrfach ging es nach Andalusien, Galizien, Portugal, später nach Italien, Ungarn, Rumänien, Marokko, Slowakei, Tschechien, Polen, Wales, 2009 nach Syrien, 2010 durch Thailand und 2011 mit der XTZ quer durch die USA. Diese Reisen stellte ich bei verschiedenen Veranstaltungen (Tenere Treffen, Wuppenduro 2012...) mit Multivisionsshows vor und versuchte dabei, bei meinen Gästen die Lust auf´s Reisen zu wecken. Seit 2011 veranstalte ich die Reihe "Paetschman proudly presents...", bei der ich anderen Reisenden Gelegenheit gebe, ihre Reiseberichte einem interessiertem Publikum vorzustellen. Hier hatte ich Gelegenheit, neben Profis wie Joachim von Loeben, Andreas Hülsmann, Erik Peters, Bruno Pillitteri... auch einige unbekannte Reisende auf die Bühne zu locken, die ebenso grandiose Shows auf die Beine stellten. Vielen Dank Euch allen dafür.

2012 spielte mein jahrelanger Motorradhändler den "Kuppler" und öffnete mir die Augen für die bis dahin spöttisch Super-TDM gennante XT1200Z Super Ténéré. Die erstand ich in Folge auch als Gebrauchtmotorrad und hatte viel "Spaß" mit den völlig hirnlosen Umbaumaßnahmen des Vorbesitzers. Dabei lernte ich abermals eine Menge über die neue Technik. Beruflich nunmehr als Produktmanager im Unternehmen habe ich natürlich gerade hierfür ein Auge. Auch bei dieser Maschione änderte ich bis heute einiges, um das ohnehin schon gut ausgestattete "First Edition" Modell zu einem echten "World Traveller" zu machen. So passte die Super Dicke sehr gut und machte schon unglaublich viel Spaß. Das durfte sie auch auf dem Tesch Travel Treffen 2013 erstmals beweisen, das ich nunmehr zum 18. Mal besuchte.



2013 geht es dann erstmals mit der "Superdicken" auf grosse Reise, die mich nach Dänemark, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Russland, Litauen und Polen bringen wird.

Nach den bisher präsentierten Multimendiashows zu meinen bisherigen Reisen mit der 850er habe ich nun das Vergnügen auch von Reisen mit der 1200er zu berichten.

Die XTZ 850 stört das wenig. Sie wartet auf eine weitere Revision und freut sich schon auf die nächste Veranstaltung wie die Wuppenduro...

Viele dieser Episoden könnt Ihr hier auf meiner Seite nachlesen und Euch darüber informieren. Gerne beantworte ich Eure Fragen zu dem einen oder anderen Thema und freue mich über Euer Angebot, auch einmal eine Show auf die Bühne in Wuppertal zu bringen.

Euer "Paetschman".